Neuroplasitizität

Bis vor wenigen Jahren

waren wir sicher, dass das Gehirn

ganz statisch ist

und dass das zentrale Nervensystem

während des Lebens

mit einem zunehmenden Verlust an Neuronen verfallen würde.

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Neue Bedeutungen entdecken

 

Es ist immer schön und überraschend die richtigen Bedeutungen der Worte wieder zu entdecken oder über sie noch mal nachzudenken. Tatsächlich haben wir oft in Bezug auf viele Worte ein Vorurteil oder verspüren sogar Ablehnung, da die Ereignisse der Geschichte ihnen weitere Bedeutungsschichten verliehen haben. Zum Beispiel das Wort „Bekehrung“ kann eine solche Wirkung hervorrufen. Zumindest ist es so bei mir für lange Zeit passiert. Doch enthält dieses Wort das Verb „kehren“. Und „sich kehren“ hat sowohl die Bedeutung von „sich wenden“ als auch von „ sich kümmern“. „Bekehrung“ also ist nichts anderes als seinen eigenen Blick nach innen zu drehen um sich um sich selbst zu kümmern. Dieser Blick, der sich von draußen nach drinnen dreht, ist schon eine erste Bewegung, eine Umkehrung, also eine erste Änderung. Mit dieser Umkehrung des Blicks schauen wir in uns und wir sind nicht mehr auf draußen, auf die Probleme oder auf die Anderen fokussiert. In sich selbst zu schauen um die innere Wunde zu erkennen, sich aufzunehmen um sie zu heilen ist daher schon eine „Bekehrung“.

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Eine sehr gefährliche aber schöne Zeit

 

Es ist nun offensichtlich, dass die Menschheit sich gerade ändert und dass uns diese Änderung atemberaubend schnell vorkommt. Der Zusammenbruch der Institutionen, die damals als Gewissheit bestanden, stellen schon einen Beweis dafür dar. Es ist eine Zeit, die wir nicht mit Leichtigkeit zu interpretieren schaffen. Man fühlt sich oft desorientiert, und oft reichen die interpretativen Kategorien, über die wir heutzutage verfügen, nicht mehr aus. Man spricht nämlich in verschiedenen Bereichen von „anthropologischem Übergang“. Aber man versteht nicht wirklich genau, worum es geht. Der Sturz der traditionellen menschlichen Beziehungsformen auf jedem Niveau lässt uns erblicken, dass ein neuer Horizont sich gerade öffnet.

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Meine Erfahrung in “Sich Frieden Schenken”

Mein Name ist Luca, ich bin 20 Jahre alt und ich besuche die Bewegung “Sich Frieden Schenken” in Rom seit fast zwei Jahren. Was mich persönlich bewegt hat, an der Bewegung teilzunehmen, war eine innere und mächtige Notwendigkeit: etwas, das mich seit langer Zeit gerufen hat, einen neuen Sinn zu suchen, einen neuen Geist des Lebens, eine radikalere und wahrere Möglichkeit meine Existenz zu leben. Seit ich 15 bin, habe ich in mir und in der Welt eine Sinnkrise wahrgenommen, die droht alles zu vernichten, was ich in meinem Leben aufgebaut oder geglaubt habe. In der Schule fühlte ich, dass auch die meisten meiner Altersgenossen dieselbe Angst hatten, aber sie hielten sie nur versteckt.

Ich spürte in den letzten Jahren ein wachsendes Gefühl, etwas das mich aus der Tiefe drängt, eine Dringlichkeit, mich nach einer tieferen Wahrheit zu sehnen, überzeugender als das Lügenmeer, das wir jeden Tag hören müssen. Die Entdeckung der Philosophie und der Musik hat mir sehr geholfen den Erlösungsweg, den ich heute gehe, zu finden.

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Christentum ist keine Religion

 

Hat es in unserer weltlichen Gesellschaft wirklich noch Sinn über Religionen zu sprechen?

Ich denke, dass das Christentum keine Religion ist. Über „Religion“ zu sprechen bedeutet meiner Meinung nach, den lebendigen Fluss des Lebens in Begriffe zu kristallisieren. Denn zwischen Spiritualität und Leben gibt es keinen wirklichen Unterschied. Spiritualität ist nicht etwas, dass über mir steht, das mich nichts angeht. Die Spiritualität ist was meinem Leben Substanz gibt. Jede Form von Spiritualität vermittelt durch ihre Archetypen unsere Beziehung mit dem Mysterium des Heiligen.

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Was bedeutet mehr Freiheit heute?

Heute leben wir in einer Zeit, in der wir (zumindest im Abendland) viele Rechte erworben haben und auch aus einem gesellschaftlichen Gesichtspunkt scheint es, dass wir im Vergleich mit 2 oder 3 Generationen zuvor eine viel größere Freizeit genießen. Es gibt, meiner Meinung nach, viele Vorteile heutzutage in unserer Gesellschaft, auf die wir richtigerweise niemals verzichten könnten.

Aber es gibt, meine ich, eine noch tiefere und subtilere Freiheit, auf die wir ständig verzichten. In den täglichen Situationen unseres Lebens sind wir oft viel weniger frei als wir denken. Wir sind ständig von unseren Gedanken selbst eingeschränkt, und diese Gedanken verwandeln sich mit der Zeit in Verhalten und Einstellungen, die unser Leben und unsere Entscheidungen sehr stark beeinflussen. Und somit leben wir eingesperrt in diesen Gedankensystemen und wir sind viel weniger frei, als wir sein könnten.

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Den Sinn einer tiefen Heilung erleben

Manchmal kommt uns unser Leben „blockiert“ vor, es fühlt sich trocken und unfruchtbar an.

Oder in Beziehungen kann es uns passieren, sogar Zufriedenheit in der Erniedrigung des Anderen zu fühlen, indem wir zum Beispiel seine Schwächen, seine Mängel oder seine Fehler hervorheben, in der Rolle des Schulmeisters und des Anklägers. Dies sind Haltungen oder Gefühle, die im Laufe unseres Lebens immer wiederkehren.

Was ist es also, was hier passiert? Wir sind wirklich Versager, wenn die geernteten Früchte nicht die gewünschten sind? Wenn unsere Existenz uns nicht die Freude und die Zufriedenheit bringt, die wir möchten? Und sind wir wirklich böse, wenn wir in Beziehungen den Anderen verletzen?

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Der Aufstand – Vortrag von Marco Guzzi – Teil 4

Der Aufstand, Teil 4. Vortrag von Marco Guzzi. Übersetzung von Maila Arelli. Deutsche Stimme von Luigi Lucioli

Welchen Sinn hat unser Schmerz?

Seit jeher schreit der Mensch diese Frage. Besonders wenn das Leben gerade schwer und unerträglich ist. Doch genauso könnte er fragen: welchen Sinn hat all dieses „Existieren“, dieses Wimmeln des Lebens, von den Bakterien bis zu den Galaxien? Es gibt keine Antwort, denkt der zeitgenössische Mensch und geht weiter.

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wir sind nicht allein

Oft spüren wir ein existenzielles Unwohlsein und schaffen es nicht, das mitzuteilen. Es fehlen uns die Worte. Oder wir tun so, als sei alles in Ordnung, obwohl es nicht so ist. Wir denken, dass es den Anderen nicht so gehe, dass wir die Einzigen seien, die diesen Schmerz fühlen.

Aber das ist nicht so! Vielen Anderen geht es genauso, aber oft schämen wir uns, unsere tiefsten Emotionen zu kommunizieren. Es fehlt ein Ort, an dem wir uns wirklich unserem Schmerz zuwenden können. Oft wird die nicht mitgeteilte Einsamkeit zu Verzweiflung.

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