Hast du Angst?

Hast du Angst? In diesem Moment

hast du Angst? Höre sie an

mit  großer Freundlichkeit,

mit Ruhe.  Verneine sie nicht.

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Bewusstsein

Der bewusste Geist ist warm,

und er ist gemütlich.

Er ist wie eine warme Zuflucht

zu der du immer zurückkommen kannst.

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Wächst die Wut in den Herzen der Menschen

 

An der Endstation  der Geschichte angekommen

wächst die Wut im Herzen des Menschen

wenn er sich gezwungen fühlt

wenn er sich nicht respektiert fühlt

wenn er Gewalt erleidet.

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In stürmischen Wassern fahren

Zu einem gewissen Zeitpunkt verliert man die Route, und man weiß auch nicht genau warum. Und in stürmischen Wassern zu fahren, ist nicht einfach aber es bestärkt das Vertrauen und macht den Anspruch niedriger, dass alles von dir abhängt.

Vielleicht man muss anderen Winden folgen um nicht dahin zu kommen, wo du dir vorgenommen hast, anzukommen, sondern da wo es nötig ist, dass du ankommen musst. Und die Geduld, nicht alles sofort zu verstehen, ist eine Tugendübung.

Vielleicht ist alles, was zu tun nötig ist, einfach NICHTS ZU TUN. Diese existenzielle Ungewissheit nicht zu erdrücken, sondern einen Platz im Inneren vorzubereiten um sie aufzunehmen. Das ist eine Zeit, die uns auf die Ungewissheit nicht vorbereitet, sie lehrt uns nicht wie sie zu leben ist. Es gibt keinen Platz für das Zögern.

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Sich Frieden Schenken

Bruder, wenn Du Frieden willst,

Schenk Dir Frieden, der Frieden

Er ist nur dein Herz,

Befreit

Bruder, wenn Du Liebe willst,

werde sie. Du bist die Liebe:

Alle Liebe, die Du suchst.

Fordere aber nicht den Frieden von der Welt.

Und verlange die Liebe von Niemandem.

Den Frieden gibst Du.

Mach ihn

Jeden Tag mit deinen Händen.

Und gib Du die Liebe.

Gib Dich hin, rausche, erstrahle:

Sei glücklich.

Indem Du die Liebe schenkst, bekommst Du sie

Im Überfluss.

 

Marco Guzzi

Wenn Du traurig bist….

Wenn Du heute Morgen traurig bist

ruhe dich in dem Bewusstsein

deiner Traurigkeit aus.

Wenn du heute Morgen sehr wütend bist,

ruhe dich in dem Bewusstsein

deiner Wut aus.

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Neuroplasitizität

Bis vor wenigen Jahren

waren wir sicher, dass das Gehirn

ganz statisch ist

und dass das zentrale Nervensystem

während des Lebens

mit einem zunehmenden Verlust an Neuronen verfallen würde.

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Neue Bedeutungen entdecken

 

Es ist immer schön und überraschend die richtigen Bedeutungen der Worte wieder zu entdecken oder über sie noch mal nachzudenken. Tatsächlich haben wir oft in Bezug auf viele Worte ein Vorurteil oder verspüren sogar Ablehnung, da die Ereignisse der Geschichte ihnen weitere Bedeutungsschichten verliehen haben. Zum Beispiel das Wort „Bekehrung“ kann eine solche Wirkung hervorrufen. Zumindest ist es so bei mir für lange Zeit passiert. Doch enthält dieses Wort das Verb „kehren“. Und „sich kehren“ hat sowohl die Bedeutung von „sich wenden“ als auch von „ sich kümmern“. „Bekehrung“ also ist nichts anderes als seinen eigenen Blick nach innen zu drehen um sich um sich selbst zu kümmern. Dieser Blick, der sich von draußen nach drinnen dreht, ist schon eine erste Bewegung, eine Umkehrung, also eine erste Änderung. Mit dieser Umkehrung des Blicks schauen wir in uns und wir sind nicht mehr auf draußen, auf die Probleme oder auf die Anderen fokussiert. In sich selbst zu schauen um die innere Wunde zu erkennen, sich aufzunehmen um sie zu heilen ist daher schon eine „Bekehrung“.

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Eine sehr gefährliche aber schöne Zeit

 

Es ist nun offensichtlich, dass die Menschheit sich gerade ändert und dass uns diese Änderung atemberaubend schnell vorkommt. Der Zusammenbruch der Institutionen, die damals als Gewissheit bestanden, stellen schon einen Beweis dafür dar. Es ist eine Zeit, die wir nicht mit Leichtigkeit zu interpretieren schaffen. Man fühlt sich oft desorientiert, und oft reichen die interpretativen Kategorien, über die wir heutzutage verfügen, nicht mehr aus. Man spricht nämlich in verschiedenen Bereichen von „anthropologischem Übergang“. Aber man versteht nicht wirklich genau, worum es geht. Der Sturz der traditionellen menschlichen Beziehungsformen auf jedem Niveau lässt uns erblicken, dass ein neuer Horizont sich gerade öffnet.

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Meine Erfahrung in “Sich Frieden Schenken”

Mein Name ist Luca, ich bin 20 Jahre alt und ich besuche die Bewegung “Sich Frieden Schenken” in Rom seit fast zwei Jahren. Was mich persönlich bewegt hat, an der Bewegung teilzunehmen, war eine innere und mächtige Notwendigkeit: etwas, das mich seit langer Zeit gerufen hat, einen neuen Sinn zu suchen, einen neuen Geist des Lebens, eine radikalere und wahrere Möglichkeit meine Existenz zu leben. Seit ich 15 bin, habe ich in mir und in der Welt eine Sinnkrise wahrgenommen, die droht alles zu vernichten, was ich in meinem Leben aufgebaut oder geglaubt habe. In der Schule fühlte ich, dass auch die meisten meiner Altersgenossen dieselbe Angst hatten, aber sie hielten sie nur versteckt.

Ich spürte in den letzten Jahren ein wachsendes Gefühl, etwas das mich aus der Tiefe drängt, eine Dringlichkeit, mich nach einer tieferen Wahrheit zu sehnen, überzeugender als das Lügenmeer, das wir jeden Tag hören müssen. Die Entdeckung der Philosophie und der Musik hat mir sehr geholfen den Erlösungsweg, den ich heute gehe, zu finden.

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