Arbeit

 

„Ich darf mich nicht über meine Arbeit definieren. Arbeit ist schön. Ich kann mich auf sie einlassen. Da fühle ich mich lebendig. Aber ich brauche auch einen inneren Abstand zur Arbeit. Ich muss mir immer bewusst sein, was das eigentliche Ziel meines Lebens ist. Und das besteht nicht darin, möglichst viel zu leisten, sondern darin, meine ganz persönliche Lebensspur in diese Welt einzugraben. Und um diese Spur zu entdecken, brauche ich Zeit und Stille.“ Anselm Grün [Weiterlesen…]

Der Aufstand – Vortrag von Marco Guzzi – Teil 2

Der Aufstand, Teil 2. Vortrag von Marco Guzzi. Übersetzung von Maila Arelli. Deutsche Stimme von Luigi Lucioli

Neuer Anfang?

Wir sind am Anfang des neuen Jahres, aber was bedeutet neuer Anfang? Es ist immer ein neuer Anfang, wenn man in der täglichen Zerstreuung einen Augenblick findet, sei er auch nur kurz, um sich zu regenerieren. Es sind diese Momente, in denen Praktiken wie das In-Ruhe-in-sich-Verweilen, die Meditation und das Gebet aufhören, ein bloßes äußeres Ritual zu sein und ihren Wert wiedererlangen. [Weiterlesen…]

Die Bedeutung von Weihnachten

Jahrelang habe ich mich gefragt, was die wahre Bedeutung von Weihnachten ist. Ehrlich gesagt, schien mir

  diese Zeit leer und traurig zu sein. All dieses künstliche Glitzern, künstliche Güte und der Lauf nach dem nächsten Geschenk, das wahrscheinlich niemanden glücklich machen wird. „Das macht man eben“, dachte ich, und jedes Jahr immer wieder das selbe traurige Ritual. Trotzdem konnte ich dieses Unwohlsein nicht einfach ignorieren. Ich spürte und spüre jedes Jahr die Notwendigkeit der tiefsten und innersten Bedeutung von Weihnachten in mir aufsteigen. Aber ich habe aufgehört diese Bedeutung draußen zu suchen. Der Glaube ist keine Vorstellung. Es ist Zeit aufzuhören, ihn als Vorstellung zu leben. Das ist viel mehr ein Ereignis, ein aktuelles Ereignis, das zu jedem Menschen spricht.

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Der Aufstand – Vortrag von Marco Guzzi – Teil 1

 

Der Aufstand. Vortrag von Marco Guzzi. Übersetzung von Maila Arelli. Deutsche Stimme von Luigi Lucioli. Teil 1

Einführung in die Meditation

 

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Einführung

Im Alltag leben wir in einem Widerspruch zwischen dem, was wir spüren, denken, sagen und tun.

Dieser zersplitterte Zustand beeinträchtigt jede Erfahrung, die wir machen (wir stehen oft unter Spannung, wir sind müde. Von daher ist es wichtig, Frieden zu suchen, aber niemand nimmt sich die Zeit, um dies zu tun, man vertagt es immer. In diesem Zustand, sind wir wie Tiere im Käfig (wir leiden, wir sind aggressiv…) und verhalten uns selbstbezogen.

 

Blaise Pascal schreibt: „Jeder prüfe seine Gedanken. Er wird finden, dass sie ganz mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigt sind. Wir denken fast überhaupt nicht an die Gegenwart, und wenn wir an sie denken, so nur, um aus ihr die Einsicht zu gewinnen, mit der wir über die Zukunft verfügen wollen. Die Gegenwart ist niemals unser Ziel. […] Deshalb leben wir nie, sondern hoffen auf das Leben, und da wir uns ständig bereit halten, glücklich zu werden, ist es unausbleiblich, dass wir es niemals sind.“ (Blaise Pascal (1623–1662), aus: Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände)

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Vergeben (von Anselm Grün)

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In der Vergebung befreie mich selbst von der negativen Energie, die durch die Verletzung noch in mir ist. Wenn ich dem andern nicht vergebe, dann bin ich noch an ihn gebunden, dann hat er noch Macht über mich. Vergebung ist die Befreiung von der Macht des andern. Ich gebe die Verletzung weg, ich überlasse sie ihm. Ich befreie mich davon. Ich löse die Fesseln, die mich immer um die Verletzung kreisen lassen. Vergebung gehört zur Seelenhygiene. Und die ist immer möglich, auch wenn sie oft erst nach einem langen und schmerzlichen Prozess gelingt. [Weiterlesen…]

WAS SAGT IHR, WER BIN ICH… UND WER BIST DU?

Es scopheliaheint mir immer deutlicher, dass mein Vorankommen durch Explosionen geschieht.

Es fühlt sich so an, als müsste ich ständig die Festigkeit des Bodens, auf dem ich mich bewege, prüfen. Was ist die Basis und welche sind die Grundlagen? Und können sie diese Erschütterungen ertragen? Und trotzdem wird mir durch diese immer ein bisschen mehr bewusst, welche Richtung ich einschlagen soll. [Weiterlesen…]

Mit leichtem Gepäck reist es sich besser.

imagesLass deine Ängste los. Welche Reise du auch vor dir hast, mit leichtem Gepäck reist es sich besser.

Heute Morgen hat mich dieser Vers tief berührt.
Aber die Ängste loszulassen ist leichter gesagt als getan. Nach meiner Erfahrung ist das zweifellos das Schwierigste. Die Ängste, an die wir uns klammern, scheinen die einzige Gewissheit in einer ungewissen Welt zu sein. Sie sind wie ein Bild, das wie sehr gut kennen und auf das wir nur mit Mühe verzichten können. In gewisser Weise, definieren uns die Ängste, sie zeichnen unsere Umrisse. Auch wenn uns das nicht gefällt. [Weiterlesen…]

Der Gefangene von Alcatraz (von Marco Guzzi)

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In Alcatraz züchtet er Kanarienvögel.
Die Gedanken im Käfig.
Aber er lässt sich nicht ein
auf die Sklaverei. Lieber spielt er den Verrückten,
er lacht mit allen,
fantasiert, redet Unsinn, seufzt.
Er hat nichts Anderes im Kopf als die Flucht.
Alles Andere interessiert ihn nicht.
Er scheint gehorsam zu sein, weil er heimlich Pläne schmiedet.
Er sagt mir: „Diese Gefangenschaft
bewahrt dein verdorbenes
Leben, gemästet wie ein Schwein. Lieber die Haie
als als Sklave zu leben. Lieber der Kampf
mit der Welle, die uns wegreißt.“

Ich habe ihm mein Leben anvertraut.
Wir versuchen es. Nun
segeln wir los.
und deine Qual
färbt sich irgendwie mit einem Schein
Heiligkeit.