
Bruder, wenn Du Frieden willst,
Schenk Dir Frieden, der Frieden
Er ist nur dein Herz,
Befreit
Bruder, wenn Du Liebe willst,
werde sie. Du bist die Liebe:
Alle Liebe, die Du suchst.
Fordere aber nicht den Frieden von der Welt.
Und verlange die Liebe von Niemandem.
Den Frieden gibst Du.
Mach ihn
Jeden Tag mit deinen Händen.
Und gib Du die Liebe.
Gib Dich hin, rausche, erstrahle:
Sei glücklich.
Indem Du die Liebe schenkst, bekommst Du sie
Im Überfluss.
Marco Guzzi
Es ist immer schön und überraschend die richtigen Bedeutungen der Worte wieder zu entdecken oder über sie noch mal nachzudenken. Tatsächlich haben wir oft in Bezug auf viele Worte ein Vorurteil oder verspüren sogar Ablehnung, da die Ereignisse der Geschichte ihnen weitere Bedeutungsschichten verliehen haben. Zum Beispiel das Wort „Bekehrung“ kann eine solche Wirkung hervorrufen. Zumindest ist es so bei mir für lange Zeit passiert. Doch enthält dieses Wort das Verb „kehren“. Und „sich kehren“ hat sowohl die Bedeutung von „sich wenden“ als auch von „ sich kümmern“. „Bekehrung“ also ist nichts anderes als seinen eigenen Blick nach innen zu drehen um sich um sich selbst zu kümmern. Dieser Blick, der sich von draußen nach drinnen dreht, ist schon eine erste Bewegung, eine Umkehrung, also eine erste Änderung. Mit dieser Umkehrung des Blicks schauen wir in uns und wir sind nicht mehr auf draußen, auf die Probleme oder auf die Anderen fokussiert. In sich selbst zu schauen um die innere Wunde zu erkennen, sich aufzunehmen um sie zu heilen ist daher schon eine „Bekehrung“.