Die emotive Anspannung, mit der wir permanent leben, verursacht eine enorme Energieverschwendung.
Diese Anspannung ist einer grundliegenden Angst geschuldet, die in uns wohnt und die nicht unbedingt eine bestimmte Form oder einen bestimmten Inhalt hat.
Es handelt sich vielmehr um eine emotionale Grundstimmung. Lernen, sich zu entspannen, bedeudet also, weniger zusammengezogen zu sein und das geschieht, wenn die Angst gemildert wird. Die Angst zu mildern heißt, mehr Leben aufzunehmen und die Sachen auf einer tieferen Ebene zu verstehen.
Wir brauchen in erster Linie eine Spiritualität, die aus direkten und persönlichen Erfahrungen besteht: „Eine Spiritualität die hinführt, Erfahrungen mit Gott zu machen, aber die auch zu einer ehrlichen Begegnung mit sich selbst einlädt“. Die theologische Überlegung sollte den zweiten Schritt darstellen, oder besser noch sollte sie die Erfahrung begleiten und interpretieren und sie nicht durch eine bloße intellektuelle Lehre einschränken oder forcieren. Nur auf diese Weise können wir die christliche Tradition wirklich erneuern, da eine gesunde religiöse Tradition vor allem auf existenziellen Erfahrungen beruht. Die gesunde Theologie ist in Wirklichkeit eine Reflexion über die Erfahrung.
Oh wie angenehm ist unsere Komfortzone für uns!